Aikido Ikeda Dojo Zürich

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Iaido

Foto @ Ethan Oelman Foto @ Ethan Oelman
ist die Kunst des Schwertziehens. Sie hat ihren Ursprung in Japan, wo bis heute viele Schulen existieren.
In der Essenz geht es darum, in einer schnellen, fliessenden Bewegung das Schwert zu ziehen und dabei mit einem Schnitt den Gegner zu beseitigen. In den Übungsformen wird diese Grundidee mit verschiedenen Schnittmöglichkeiten in unterschiedlichen vorgestellten Situationen angereichert.
Für manche Schulen steht die Effizienz der Techniken in einem realen Kampf im Vordergrund. Andere setzen den Schwerpunkt auf den Aspekt der "Kunst", wo der Kampf nur noch im Kopf stattfindet und der grösste Gegner das eigene Selbst.
Muso Shinden Ryu versucht, beide Positionen auszubalancieren.


Die Iaido-Praktizierenden finden verschiedene Aspekte faszinierend:
  • der Umgang mit dem "echten", blitzenden Schwert, mit seinem Hauch von Gefahr und Abenteuer.
  • die spezielle Arbeit mit dem Körper, welche die Kraft und Stabilität im Zentrum fördert und grosse Präzision bei den Bewegungen schult.
  • Geistige Elemente sind Klarheit, Entschlusskraft, Ruhe und Einfachheit. Im Unterschied zum Aikido hat man die Möglichkeit, sich nur auf sich selbst konzentrieren zu können – abgesehen von der Koordination des gemeinsamen Übens.
  • Die Bewegungen vor allem der fortgeschrittenen Katas sind elegant und harmonisch, so dass ihre Ausführung einfach ein gutes Gefühl gibt.
 

Training

Foto @ Ethan Oelman Foto @ Ethan Oelman
Bei einer typischen Trainingsstunde beginnt man mit dem Grüssen und Schwert Montieren. Anschliessend folgen Suburis oder andere Aufwärmübungen mit dem Schwert, bevor man sich den Katas (vorgegebene Abfolgen) widmet.
Gelegentlich üben wir individuell an den persönlichen Schwerpunkten oder zu zweit mit dem Bokken.

Voraussetzungen

Katana
Praktische Voraussetzungen:
Anfangs kann man auch mit dem Bokken üben, bis man weiss, ob sich die Anschaffung eines Iaito, eines ungeschliffenen Stahlschwerts lohnt. Wenn man mit einem solchen Schwert übt, braucht man einen Obi (breiter Gurt) und einen Hakama (auch für AnfängerInnen), damit das Schwert guten Halt findet.

Gesundheitliche Voraussetzungen:
Im Bereich vom Becken bis zu den Füssen sollte man weitgehend problemfrei sein, weil die meisten Katas in Seiza beginnen und auch auf dieser Ebene bleiben.

Christine über sich selbst

Christine Schauman
Vor gut 10 Jahren begann ich mit Iaido der Stilrichtung "Muso Shinden Ryu" unter der Leitung von Tiki Shewan, nachdem ich vorher regelmässig seine Schwertlektionen während Sommer-Wochenstages besucht hatte.

Weitere wichtige Iaido-Lehrer sind für mich Pascal Krieger, Dominique Pierre, Rene Van Drogenbroeck, Daniel Leclerc und Christophe Marie. Sie alle sind Lehrer der Féderation Européenne de Iaido (FEI) der ich ebenfalls angehöre.
Derzeit besitze ich den 2. Dan FEI.